Tatort: Berlin Spandau, Hempelsteig (Endstelle U-Bahnhof Ruhleben)
Tatopfer: Mutter mit Kinderwagen
Tatwerkzeug: Eine Imbiss-Pappschale (wird benutzt für Bockwürste, Pommes etc.)
Tatverdächtiger: Ein uns bekannter Busfahrer
Täter: Kaum zu glauben
Tathergang:
Irgendwann Anfang der 80erJahre steht mein Großvater mit dem 5er an der Endstelle am U-Bahnhof Ruhleben. Es ist warm draußen und
wie es so typisch war, stand er an der vorderen Tür und rauchte eine Zigarette. Eine Mutter schiebt ihren Kinderwagen vorbei und als
sie auf Höhe der ersten Türe ist, fliegt eine Pappschale (mit Mostrich [Senf] beschmiert) mit Schwung in ihren Kinderwagen. Was macht
Muddern natürlich? Richtig, sie schreit meinen Großvater an: "Haben sie nicht mehr alle Tassen im Schrank? Was soll denn der Mist?".
Mein Großvater, der den wahren Täter kannte, sagte nur ganz ruhig: "Na dann kiekense mal in den Mülleimer, dann wissense woher die
Pappe kam!". Muddern also todesmutig ran an den an einer Laterne befestigten Mülleimer und reingeschaut. Ziemlich erschrocken und
peinlich berührt dreht sie sich um und sagt: "Entschuldijense vielmals! Darauf wär ick nich jekommen", "Schon jut, aber nicht an jedem
Rejen sind de Bevaujeher schuld, wa?". Die junge Frau ging also mit hochrotem Kopf weiter und damit wären wir auch schon am Ende
der Anekdote...

Achja, der Täter war eine Krähe, die auf der Suche nach was essbarem in den Mülleimer geflogen ist und alles
"unbrauchbare" einfach im hohen Bogen aus dem Mülleimer schmiss... Sowas kam in Ruhleben häufiger mal vor!